Ein kleiner Abschied

Ein kleiner Abschied

Der erste Freund,

die erste Nacht,

habt ihr beide zusammen verbracht.

 

Früher waren Mama und Papa,

dein Mittelpunkt der Welt,

heute ist dein Freund der Held.

 

Ich freue mich für dich, denn ich weiß,

das ist nun mal der Lauf der Zeit,

doch hoffte ich, es ist noch nicht so weit.

 

Unser ganzes Denken,

drehte viele Jahre sich,

freudenvoll, sorgenvoll, immer nur um dich.

 

Nun kannst du auf eigenen Füßen stehen,

wir müssen dich ziehen lassen in die Welt,

doch hätt’ ich’s mir so schwer nicht vorgestellt.

 

Was man so viele Jahre,

hütet wie einen Schatz,

will man nicht gehen lassen, da macht jeder doch Rabatz.

 

Das Herz es rebelliert,

und sagt mir bei jedem Schlag,

halte sie fest, jede Nacht und jeden Tag.

 

Doch mein Verstand spricht weise,

es ist Zeit, sie ist bereit,

sie weiß auch ganz genau Bescheid.

 

Kann mir nur einer sagen,

wie man das Herz und den Verstand,

am besten zusammen bringen kann.

 

Die beiden streiten Tag und Nacht,

es ist ein Kampf, ein Hin und Her,

heute traurig, morgen wütend, das ist nicht fair.

 

Kinder sind was Schreckliches,

bei der Geburt, oh, lass nach du Schmerz,

beim Fortgang dreht sich um das dumme Herz.

 

Doch immer überwiegt die Freude,

ich will ganz ehrlich sein,

über die Sorgen und den Seelenpein.

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